2017 - Ray Wilson rockt mit Genesis-Songs Steverhalle

2017 - Ray Wilson rockt mit Genesis-Songs Steverhalle

Ray Wilson fackelt nicht lange, haut sofort zum Auftakt einen Topsong raus. Zum Mitklatschen lassen sich die rund 600 Rockfans in der Steverhalle nicht zweimal bitten.

„No son of mine“ dröhnt es aus den Boxen, einige singen mit, wippen, möchten am liebsten tanzen. Damit müssen sie bis zu den Standing Ovations warten. Zur Begrüßung macht Lions-Präsident Richard Hölscher keinen Hehl daraus, wie „stolz er darauf ist, Ray ansagen zu dürfen“. Dass hätte er sich vor 25 Jahren nicht träumen lassen, als er zum Levis-Werbung-Song „Insight“ von Wilson abgetanzt sei. Die Jahre scheinen an dem immer noch jeanstreuen Rockstar (fast) spurlos vorüber gegangen zu sein. Mit vollem Haar und voller Power rockt er drei Stunden den Saal, animiert immer wieder zum Mitklatschen und -singen.

„Oh Lord“ schallt es zu „In the air tonight“ durch die volle Halle, „oho“ bei „Land of confusion“. Songs, die vom ehemaligen Genesis-Sänger dicht am Original interpretiert werden. Ray und seine fünfköpfige Band liefern, was die Zuhörer aus ihren seligen Genesis-Tagen erwarten. Manche mit geschlossenen Augen, wie beim „Another day in paradise“, zu dem Ray die Besucher mit seiner wundervoll klaren, dunklen Stimme mitnimmt. Besonders beeindruckend neben zahlreichen Gitarrensoli die Saxophone Einlagen, für die es Szenenapplaus gibt.

„Die machen das absolut fantastisch“, schwärmt ein 60-jähriger Fan in der Pause. „Spitzenleistung“,meinteine 55-Jährige. „Genau wie wir das erwartet haben.“ Ray zieht sie in seinen Bann, wenn er mit seiner tiefen Stimme von einer verflossenen Liebe, seiner schottischen Heimat, dem Meer und seiner Mutter erzählt, die er mit seinem Kindheitstraum „einmal in Senden auftreten zu wollen“ (großer Lacher) irritiert habe.

 Nach zahlreichen Zugaben dankt Ray bewegt für den überschwänglichen Beifall. „A pleasure“ sei es für ihn gewesen. Ein Vergnügen: erst recht für die Fans und den Lions Club Baumberge, der das Konzert organisiert hat.

Nach zahlreichen Zugaben dankt Ray bewegt für den überschwänglichen Beifall.